Ihre Bank verlangt von Ihnen ein Sanierungskonzept (oder ein Sanierungsgutachten) mit detaillierter Sanierungsplanung? In diesen Zeiten nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist nur zu wissen, was Sie tun müssen.

Ist die Krise trotz aller Umsicht da, stehen zunächst kurzfristig wirkende Maßnahmen zu Kostensenkungen und Stabilisierung der Liquidität im Vordergrund. Nachhaltigkeit hingegen – also ein erfolgreicher Turnaround mit langfristiger Perspektive – kann nur erreicht werden, wenn zeitnah im nächsten Schritt auch grundlegende strategische Weichenstellungen erfolgen.

Jedes Unternehmen kann in eine Schieflage geraten, die Ursachen für das Entstehen von Unternehmenskrisen sind vielschichtig. Ein gutes Management erkennt die Krise und den Bedarf an Unterstützung frühzeitig.
Joachim Reinhart, Simmcon

Eine Sanierung bedeutet harte, konzentrierte Arbeit für Sie als Unternehmer und für uns als Ihre Berater. Sie erfordert den absoluten unternehmerischen Willen, diese Phase trotz erheblichem und anhaltendem Leidensdruck durchzuhalten und die erforderlichen Entscheidungen/Einigungen auch gegen permanenten Widerstand konsequent durchzusetzen.

Je nach Kundenwunsch und Unternehmenssituation

  • übernehmen wir während der Sanierungsphase auch die Managementverantwortung – gesamt oder in Teilbereichen
  • besorgen wir auch Beteiligungskapital oder stellen dies in Ausnahmefällen im Rahmen einer vorübergehenden Beteiligung selbst zur Verfügung

Dass wir gerade im Bereich der Unternehmenssanierung eng und streng vertraulich mit Investoren, Steuerberatern, Rechtsanwälten, Buchhaltern und weiteren Spezialisten zusammenarbeiten und Ihnen somit eine umfassende, kompetente Betreuung garantieren können, gehört zur Unternehmensphilosophie der SimmCon.

Sanierungskonzept

  1. Ziel des Sanierungskonzepts

Die Beauftragung und Vergütung des Sanierungskonzeptes erfolgt in der Regel durch das betroffene Unternehmen – auf (oft nachdrücklichen) Wunsch der Bank oder anderer Gläubiger wie zum Beispiel dem Finanzamt.

Das Sanierungskonzept muss als zentrales Ziel zwei Fragen beantworten:

  • Wie ist das Unternehmen nachhaltig zu retten?
  • Was ist dafür zu tun?

Banken zum Beispiel sind verpflichtet (gem. BaFin), ein Kreditengagement ab einem bestimmten Risikoniveau von internen Sanierungs- bzw. Abwicklungsspezialisten betreuen zu lassen. Hat sich z.B. Ihr bankinternes Rating entsprechend geändert, muss die Sanierungsfähigkeit Ihres Unternehmens durch ein Sanierungskonzept (Sanierungsgutachten) geprüft werden. Üblicherweise wird diese Prüfung durch unabhängige Dritte durchgeführt, da weder von der Bank noch vom Unternehmen selbst die erforderliche Objektivität (und auch die Kompetenz) zu erwarten ist. Hierzu zählen insbesondere Unternehmensberatungen mit starkem Schwerpunkt in der Sanierungsplanung und -beratung.

Zentrale Aussage des Sanierungskonzepts ist eine Fortführungsprognose: Kann das Unternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zukünftig ausreichend profitabel arbeiten?

Neben dieser (positiven oder negativen) Fortführungsprognose und den dazu notwendigen Maßnahmen, sollte das Sanierungskonzept gegenüber den Stakeholdern (Gläubiger, Eigner, Mitarbeiter, …) außerdem Transparenz herstellen und neues Vertrauen schaffen – als Basis für eine gemeinsame Sanierung des Unternehmens eine absolute Notwendigkeit. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen: das Sanierungsgutachten mit klarer Sanierungsplanung dient Kapitalgebern als Entscheidungsgrundlage für die Ausweitung oder Einstellung des Engagements.

  1. Das Sanierungskonzept: Notwendige Inhalte

Obwohl es zum Inhalt eines Sanierungskonzeptes keine exakten rechtsverbindlichen Vorschriften gibt, sollten folgende Standards gem. Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW S 6 in der Fassung vom 26.10.2012) eingehalten werden:

Das Sanierungskonzept beschreibt damit im Kern die Veränderung vom Ist- zum Soll- Zustand, inklusive aller Maßnahmen und voraussichtlichen Kosten.

  • Festlegung von Auftragsgegenstand und –umfang: Inhalt und Detaillierungsgrad des Sanierungskonzeptes werden den individuellen Gegebenheiten Ihres Unternehmens angepasst, da in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel des Krisenstadiums, den Anforderungen der Gläubiger, der Unternehmensgröße und der finanziellen Lage des Unternehmens die Inhalte des Sanierungskonzepts mehr oder weniger detailliert ausgearbeitet werden müssen.
  • Darstellung und Analyse des Unternehmens: Die bisherige Entwicklung des Unternehmens wird aus verschiedenen Blickwinkeln in einem Lagebericht beleuchtet.
    • Basisinformationen, Qualität der Informationen: Angaben zu den rechtlichen, finanzwirtschaftlichen, organisatorischen und leistungswirtschaftlichen Verhältnissen sowie den personalwirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Informationen müssen glaubhaft und plausibel sein und entsprechend eingeschätzt werden.
    • Analyse der Unternehmenslage: systematische Darstellung aller wesentlichen internen und externen Bereiche (insbesondere des direkten Unternehmensumfeldes), Markt- und Wettbewerbsanalyse inklusive der wesentlichen Trends/Wettbewerbspositionierung/Erfolgsfaktoren sind auszuarbeiten. In Bezug auf die Erfolgsfaktoren werden die internen Ressourcen des Unternehmens bewertet (Analyse der internen Unternehmensverhältnisse) wie etwa Wertschöpfungskette, Synergien der Geschäftsbereiche, Management, Mitarbeiter, Technologien, aber auch Kernprozesse (z.B. Leistungserstellung, Kundenbeziehungsmanagement, Innovationsmanagement) und Aufbau-organisation. Eine SWOT-Analyse schließt diesen Analyseteil ab.
    • Feststellung des Krisenstadiums und Analyse der Krisenursachen:
 Im Sanierungskonzept ist das Krisenstadium (Stakeholder-, Strategie-, Produkt- und Absatzkrise, Ertrags-, und Liquiditätskrise) festzustellen, sowie die Ursachen-Wirkungskette der Krisenentstehung transparent zu machen. Spätestens im Stadium der Liquiditätskrise sind Aussagen zur Unternehmensfortführung zu treffen (z.B. Zahlungsunfähigkeit, Vorliegen einer Überschuldung, Fortführungsprognose nach § 252 HGB)
  • Leitbild des sanierten Unternehmens: Das Leitbild beschreibt im Sanierungskonzept das gesunde Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, die es in die Lage versetzen, eine für Fremd- und Eigenkapitalgeber attraktive Rendite zu erwirtschaften.

 Das Leitbild sollte die Vision des Unternehmens, die angestrebte nachhaltige Wettbewerbspositionierung, ebenso umfassen wie die strategischen Kernaussagen zu Geschäftsfeldern und Märkten. Idealerweise operationalisiert eine Balanced Scorecard mit einer Ursache-Wirkungsanalyse der strategischen Ziele das Leitbild mit konkreten (und damit messbaren) Zielen. Die Balanced Scorecard beschreibt zusammenhängend die verschiedenen Steuerungsebenen des Unternehmens (typischerweise Finanzen, Kunden, Organisation und Potentiale) in ihrem Zielzustand.
  • Sanierungsmaßnahmen
 und stadiengerechte Bewältigung der Unternehmenskrise: Die Sanierungsmaßnahmen zeigen im Sanierungskonzept den Weg vom Ist zum Soll (dem Leitbild). Sie müssen der Situation angemessen, konkret und realisierbar sein und im Sanierungskonzept plausibel dargestellt werden.
  • Bezogen auf die einzelnen Krisenphasen sind unterschiedliche Maßnahmen festzulegen und teilweise sofort umzusetzen.
  • Bei drohender Insolvenz haben Maßnahmen zu deren Vermeidung wie etwa Gläubigerverhandlungen oder Kostensenkungen zur Schaffung von Liquidität absolute Priorität.
  • Hilfreich für die Umsetzung und die Sanierungsplanung / Finanzplanung (s.u.) ist die Angabe von Meilensteinen, Verantwortlichkeiten, zu erzielenden Ergebnissen und Budgets z.B. in Form eines Projektplans oder mehrerer Projektpläne.

Die Chancen und Risiken der Maßnahmen sowie deren Bedeutung für den Erfolg der Sanierung sind transparent darzustellen – nicht zu vergessen auch die gegenseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Maßnahmen untereinander.
  • Integrierte Sanierungsplanung: Zentraler Inhalt des Sanierungskonzeptes ist der Sanierungsplan zur Darstellung der finanziellen Effekte der Sanierungsmaßnahmen.

 Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit der Zahlen und Fakten stehen im Vordergrund der Ausarbeitung des Sanierungskonzeptes. 

Zu planen sind die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz sowie Liquidität für die nächsten zwei bis drei Jahre, wobei die einzelnen Planungsintervalle (z.B. Wochen-, Monats- oder Jahresbasis) von den Anforderungen des Krisenstadiums abhängen.

 Die Ermittlung der wichtigsten Kennzahlen rundet das Bild im Sanierungskonzept ab.

 Unter Umständen kann es sinnvoll sein, die Sanierungsplanung in Form von Szenarien zu erstellen, (z.B. Best-Case, Real-Case,Worst-Case Planung).
  • Zusammenfassende Einschätzung: Einschätzung, ob das Unternehmen nach Meinung des Erstellers des Konzeptes sanierungsfähig ist oder nicht und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.

Spezielles Vorgehen von SimmCon erhöht den praktischen Nutzen des Sanierungskonzepts

Um den Verwendungsnutzen des Konzepts für Unternehmen zu erhöhen, haben wir – abweichend zu standardisierten Sanierungskonzepten und bei gleichen Kosten für den Auftraggeber – eine spezielle Abfolge der einzelnen Punkte sowie Tools entwickelt, mit denen einerseits ein vereinfachtes Controlling der Umsetzung der Maßnahmen sowie der Zielerreichung und andererseits eine optimierte Kommunikation der Ziele und Maßnahmen nach innen (z.B an die Mitarbeiter) oder außen (z.B. Kapitalgeber) erzielt werden kann.

  1. Umsetzung des Konzepts

Nach erfolgter Übergabe und Erläuterung des Sanierungskonzeptes stimmen sich die beteiligten Parteien (meist unter Moderation ihres Sanierungsberaters) ab und werden Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungsfindungsphase ist oft wegen fehlender Liquidität kritisch und kann je nachdem wenige Tage bis zu mehreren Monaten dauern.
Intensive Kommunikation und die Sorge um ausreichende Liquidität kennzeichnen diesen Zeitabschnitt.
Die Umsetzung der Maßnahmen zur Zielerreichung hat zumindest teilweise schon während der Entwicklung des Sanierungskonzepts begonnen, jetzt ist (nach positiver Entscheidung) die Zeit gekommen, massiv die Umsetzung anzugehen.
Der Erfolg der Sanierung hängt von der Umsetzung der Maßnahmen, die im Sanierungskonzept definiert wurden ab – und deren flexibler Anpassung an sich neu entwickelnde Umstände. Wichtig ist hier, dass die betreuende Sanierungsberatung eine starke Umsetzungsbegleitung der Maßnahmen gewährleistet.

Förderung unternehmerischen Know-hows

Als bei IHK und BAFA gelistete Berater können wir dank staatlicher Förderung im Rahmen der „Förderung unternehmerischen Know-hows“ der BAFA zu einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis agieren.

Möglicher Inhalt einer solchen Beratung ist unter anderem die Erstellung eines Sanierungskonzepts, je nach Umfang ganz oder teilweise.

Vorgehensweise bei der Unternehmenssanierung und Restrukturierung

Um die Krise zu bewältigen, analysieren wir nach einem für Sie kostenlosen Erstgespräch Ihre Unternehmenssituation und legen gemeinsam mit Ihnen die Ziele der Sanierung fest.
Je akuter die Krise, desto der stärker liegt der Fokus zu Beginn der Sanierungsarbeit auf kurzfristig wirkenden Maßnahmen. Bei sehr akuten Krisen in Insolvenznähe rücken kurzfristige Ad-hoc-Maßnahmen in den Vordergrund:

  • Überprüfung der insolvenzrechtlichen Situation
  • gegebenenfalls kurzfristige Maßnahmen zur „Heilung“ der Bilanzen und zur Vermeidung von Zahlungsunfähigkeit
  • erste klar auf der Hand liegende und kurzfristig wirkende Maßnahmen zur Stabilisierung der Liquidität, zur sofortigen Kostensenkung und zur Umsatzsteigerung werden unmittelbar eingeleitet, noch bevor alle konzeptionellen Arbeiten abgeschlossen sind
In einer Sanierung ist Kommunikation nach innen und außen absolut entscheidend. Gleichzeitig mit der Umsetzung erster Maßnahmen und der Analyse ist aktiv eine klare und zielführende Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Gläubigern und Gesellschaftern zu starten. Denn Gerüchte können den Bestand des Unternehmens akut gefährden.
Für uns ist es selbstverständlich, dass zur Sanierung auch eine strategische Neuausrichtung Ihres Unternehmens gehört. Sowie die kurzfristigen Stabilisierungsmaßnahmen umgesetzt sind und etwas Luft geschaffen wurde, gehen wir mit Ihnen die Identifizierung von Marktchancen für Ihr Unternehmen an und entwickeln das passgenaue Sanierungskonzept mit klaren Unternehmenszielen, Sanierungsmaßnahmen und Unternehmensplanungen. Dazu kümmern wir uns mit Ihnen systematisch um eine adäquate Unternehmenssteuerung, die dauerhaft das Risiko des erneuten Eintretens einer Unternehmenskrise minimiert.
Bei der Umsetzung der Maßnahmen lassen wir Sie selbstverständlich nicht allein:

  • Wir begleiten Sie während der gesamten Umsetzungsphase der Sanierungsmaßnahmen
  • In enger Absprache mit Ihnen führen wir die Gespräche mit Banken und Gläubigern über Zwischenfinanzierungslösungen und Umschuldungen bis hin zur außergerichtlichen Gläubigerregulierung.
  • Wir begleiten Sie persönlich in dieser für Sie – in der Funktion als Geschäftsführer/-in – schwierigen Phase.

So sorgen wir gemeinsam dafür, dass auch Ihr persönliches Risiko minimiert wird, indem wir unter anderem dazu beitragen, dass Sie den gesonderten Controlling- und Meldepflichten in dieser Phase pünktlich nachkommen.

Ideen. Machen. Erfolge. Wir unterstützen Sie als mittelständischen Unternehmer:

  • Mit guten Ideen in Form von durchdachten, maßgeschneiderten Sanierungskonzepten.
  • Wir reden nicht nur, wir machen: die praktische Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Unternehmensneugründung.
  • Bis zum Erfolg mit unserer erfolgsabhängigen Honorargestaltung (bei geeigneten Projekten).
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